SparkCognition DeepArmor vs. new and dangerous wiper malware

Please use the excellent translation service Deepl for an English translation and copy & paste the text into the input field.

Ich habe heute einen sog. Wiper entdeckt, dessen Aufgabe darin besteht, sinnlos Dateien und wichtige Bereiche von Festplatten wie den MBR (Master Boot Record) zu überschreiben bzw. zu löschen und damit möglichst viel Schaden anzurichten. Bemerkenswert an diesem Sample sind für mich vor allem zwei Dinge:

1. Bekannte Namen wie KAV, Panda, EMSISOFT, Avira, Bitdefender usw. waren laut den auf Malwaretips durchgeführten Tests (nur für registrierte User sichtbar!) mit Hilfe von Verhaltenserkennung (behavior analysis) und/oder anderen dynamischen Erkennungsmethoden teilweise nicht in der Lage, diese gefährliche Malware zu erkennen und zu stoppen

2. Den vollen Schutz bieten viele konventionelle AV-Programme nur, solange ein Endgerät online ist. Sobald ein Endgerät keine Online-Verbindung mehr hat, ist der Malware-Schutz deutlich geschwächt

Die Erkennungsraten bei VirusTotal machen deutlich, dass die Erkennung von neuer Malware alleine durch Signaturen meines Erachtens in einer Sackgasse angelangt ist. DeepAmor verwendet machine learning und AI (Artificial Intelligence), um auch polymorphe Malware sowie 0-day threats wirkungsvoll erkennen und stoppen zu können.

Wie der Wiper zuschlägt, kann man in diesem Video ab 03:20 verfolgen. Als Beispiel kommt Panda Dome zum Einsatz:

SparkCognition DeepArmor stoppt diese Bedrohung sowohl im Offline- als auch im Online-Betrieb wirkungsvoll:

SparkCognition DeepArmor vs. Backdoors

Dass SparkCognition DeepArmor auch bei der Erkennung von Backdoors gute Leistungen zeigt, dürfte keine allzu große Überraschung sein. Um dies anhand eines praxisnahen Beispiels unter Beweis zu stellen, habe ich fünf Backdoors mit phantom-evasion erstellt. Mit Hilfe von phantom-evasion ist es möglich, payloads bzw. backdoors zu erstellen, die von einem Großteil der traditionellen AV-Scanner nicht erkannt werden. Gelingt es einem Angreifer, unerkannt in einem Unternehmen damit auf Endgeräten die Kontrolle zu übernehmen, ist es bis zum Data Breach (Datenabfluss) nicht mehr weit, was angesichts der ab 25. Mai 2018 EU-weit gültigen DSGVO (Datenschutzgrundverordnung/GDPR) extrem teuer werden kann, da in nicht gemeldeten Fällen von Datenabfluss an die zuständige Aufsichtsbehörde Bußgelder in Höhe von bis zu 4% des Jahresumsatzes eines Unternehmens verhängt werden können.

image

Zurück zum Thema. phantom-evasion habe ich als Beispiel dafür ausgewählt, wie traditionelle signaturbasierte Virenscanner bei der Erkennung und der Abwehr von aktuellen Bedrohungen immer mehr ins Hintertreffen geraten. Um die Leistungsfähigkeit von SparkCognition DeepArmor unter Beweis zu stellen, habe ich fünf Samples mit phantom-evasion erstellt und diese ebenfalls mit einem second opinion scanner (EMSISOFT EEK) und VirusTotal gegengeprüft. Die Ergebnisse sind in den folgenden Screenshots zu sehen, vorab möchte ich sie wie folgt zusammenfassen:

  • EMSISOFT EEK hat bei einem signaturbasierten Scan keines der Samples erkannt
  • VirusTotal bzw. die Scan Engines scheinen auch keines der Samples erkannt zu haben
  • DeepArmor hat alle Samples mit einer Wahrscheinlichkeit zwischen 63% und 90% erkannt, und zwar ausschließlich auf Basis von künstlicher Intelligenz (AI)

Die Wahrscheinlichkeit, dass es durch eine eingeschleuste Backdoor auf einem Endgerät in einem Unternehmensnetzwerk zum Datenabfluss kommen kann, ist heutzutage realer denn je. Dies gilt natürlich auch für kleine und mittelständische Unternehmen.

image

image

image

image

image

image

Sie sind an DeepArmor interessiert? Verwenden Sie das Kontaktformular oder senden uns eine E-Mail an info AT deeparmor.de, um mehr über DeepArmor und wirkungsvollen Schutz für Ihre Endgeräte im Unternehmen zu erfahren.

MSITC FFRI Yarai vs. Ransomware samples

image

www.msitc.eu

www.securedsector.com

FFRI Yarai Ransomware test

You can find more details on FFRI web site. I would like to abbreviate it at this point:
•    Yarai has five core protection engines (ZDP engine against 0-day vulnerabilities in applications, static analysis, sandbox, HIPS and machine learning) and hybrid security approach provides in-depth endpoint defense
•    Yarai doesn´t use signatures like legacy AV applications do
•    Yarai works completely offline and doesn´t need an internet connection

Read more about Yarai here: https://www.ffri.jp/en/products/yarai.htm

Blog post in German about Yarai: https://www.securedsector.com/ffri-yarai-next-generation-endpoint-protection-mit-fnf-engines-und-verhaltenserkennung/

Goal of this test:
–    To prove yarai’s performance capability
–    To prove the efficiency of yarai in offline operation

Notes:
–    Yarai works behavior-oriented. For the test that means that malware is not always detected by static analysis engine but by one of the other engines (sandbox, HIPS or machine learning) at runtime
–    While most legacy AV applications rely on their cloud intelligence and fail in many cases regarding detection of 0-day malware or new ransomware samples when they work in offline mode, Yarai is designed to work offline and doesn´t therefore need internet access
–    Windows Defender is turned off, although it can be activated to run along with Yarai to achieve a maximum protection level

Test methodology:
1.    All samples have been downloaded from testmyav.com (50 samples) and from any.run (single ransomware samples)

2.    Virtual network adapter was disabled to make sure that Yarai has no internet connection and works fully in offline mode

3.    Samples have been extracted from archives to check whether they are being detected by static analysis engine during on-access scan. As mentioned before, static analysis can detect many malware variations but not all. To test whether the other engines were able to detect and block all threats the samples have been executed either manually or via command line

FFRI yarai: Next-Generation Endpoint Protection mit fünf Engines und Verhaltenserkennung

Ich bin vor kurzem auf eine weitere AV-Lösung aufmerksam geworden, die sich deutlich von dem unterscheidet, was heutzutage unter dem Label “Next-Generation” angeboten wird. Die Rede ist von FFRI yarai, einer Software, die aus Japan stammt. Da man zu yarai kaum Tests oder Reviews (und schon gar nicht auf englisch!) findet, bin ich neugierig geworden. Zunächst war ich ehrlich gesagt etwas skeptisch, ob das Produkt denn tatsächlich so effektiv funktionieren würde, wie es vom Hersteller vermarktet wird – und ja, diese Frage kann ich bereits an dieser Stelle mit einem klaren “es funktioniert hervorragend” beantworten. In Japan gehört FFRI yarai zu den führenden Anbietern von Next-Generation-Lösungen im Endpoint Protection-Bereich und hat auch schon einige bemerkenswerte Auszeichnungen erhalten. Ich erspare mir an dieser Stelle die Aufzählung, eine detaillierte Auflistung sowie Whitepaper findet man auf der Website von FFRI. FFRI yarai gibt es als Enterprise-Version mit zentraler Management-Konsole, die on-premise oder in der Cloud betrieben werden kann, und als Version für den SOHO-Bereich.

image

Was FFRI yarai aus meiner Sicht interessant macht, ist die Tatsache, dass diese Next-Generation-Lösung vollständig signaturenlos arbeitet und dafür fünf unterschiedliche Engines zur Erkennung von Malware oder Exploits verwendet, die alle verhaltensbasiert arbeiten. Da gibt es zum einen die sog. ZDP Engine, die das Ausnutzen von Schwachstellen in Software auf der Applikationsebene verhindern soll. Darüber hinaus gibt es eine Sandbox, die ein virtuelles Windows nachbildet, ein HIPS, statische Analyse von Dateien sowie natürlich machine learning. Die Kombination dieser fünf Methoden ermöglicht precognitive defense, d.h. Bedrohungen werden bereits vor Ausführung erkannt und geblockt. 

Nachdem ich FFRI kontaktiert hatte, bin ich nun im Besitzer einer Evaluationsversion von yarai, die 30 Tage lang läuft. Natürlich ist die Software auch in englisch verfügbar, sonst hätte ich mir mit japanisch etwas schwer getan…Meine bisherigen Erfahrungen möchte ich in einem gesonderten Produktreview detaillierter zu Papier bringen, deshalb berichte ich an dieser Stelle nur kurz über das, was ich bislang bereits testen konnte:

  • Aktuelle Ransomware-Samples werden bereits von der Static Analysis Engine erkannt. Die Erkennung geht sehr flott vonstatten und die CPU-Auslastung bewegt sich dabei in einem normalen Rahmen. Die Ressourcenauslastung ist bei traditioneller AV-Software deutlich höher.
  • Yarai funktioniert auch offline problemlos. Es ist keine Internet-Verbindung notwendig, um beispielsweise Samples in eine Cloud hochzuladen – die komplette Anwendungslogik ist im Agent auf dem Endgerät untergebracht
  • Aktuell teste ich noch verschiedene 0-day samples, fileless malware, ransomware sowie mein eigenes MSITC sample set, das hauptsächlich aus Backdoors besteht, die ich mit diversen Frameworks erzeugt habe

Natürlich ist es für ein vollständiges Fazit noch zu früh, aber was ich bislang gesehen habe, ist sehr vielversprechend. 

image

Next-Generation AV und machine learning: Marketing-Blabla vs. Realität

Seitdem Cylance als einer der Pioniere im Next-Gen AV-Bereich mit Begriffen wie AI (Artificial Intelligence/Künstliche Intelligenz), machine learning und mathematischen Modellen im Jahr 2014 auf dem Radar auftauchte, haben Mitbewerber aus dem klassischen AV-Software-Umfeld nichts unversucht gelassen, aktuellere Technologien als die von ihnen verwendeten wie Verhaltensanalyse, Heuristik, cloudbasiertes Scannen usw. zunächst als wenig erfolgreich darzustellen. Darauf, wer sich wann wie und in welcher Form geäußert hat oder warum Hersteller A nach eigenen Angaben bedeutend besser ist als der Rest, möchte ich an dieser Stelle nicht näher eingehen. In diesem Beitrag möchte ich vielmehr erläutern, weshalb man fabelhaft klingenden Beschreibungen aus der Feder der Marketingabteilungen immer mit einer gesunden Portion Skepsis begegnen sollte und weshalb es offensichtlich unterschiedliche Formen von machine learning oder deep learning gibt, die sich hinsichtlich ihrer Effizienz doch deutlich voneinander unterscheiden.

Aus meiner Sicht ist es unabdingbar, ein Produkt selbst auf Herz und Nieren zu testen. Ich spreche hierbei nicht von AV-Software für Heimanwender, sondern von Business-Versionen für Unternehmen jeglicher Größe. Da ich mit Produkten wie DeepArmor von SparkCognition vertraut bin und aufgrund regelmäßig durchgeführter eigener Tests die Effektivität von DeepArmor kenne und beurteilen kann, habe ich im Dezember 2017 Tests mit mehreren Business-Lösungen von bekannten Herstellern durchgeführt. Grundlage dafür waren jeweils Testversionen der jeweiligen Produkte sowie Samples von testmyav.com, hybrid-analysis.com sowie aktuelle Malware und Ransomware, die ich über einen malware crawler einsammle.

Meine Testmethodik werde ich ein anderes Mal ausführlicher erläutern, momentan sollte folgende kurze Übersicht ausreichend sein:

  • Alle Samples wurden unter Windows 10 in einer virtuellen Maschine gegen die jeweilige Scan Engine getestet
  • In allen Fällen wurde die mitgelieferte und empfohlene default policy des jeweiligen Herstellers verwendet
  • Malware, die nicht bereits vom On-Access Scanner ausgesondert wurde, habe ich erneut manuell gescannt
  • Bekannte Ransomware-Samples von testmyav.com habe ich mit einem EXE-Packer behandelt, um zu prüfen, wie gut Mutationen von Ransomware erkannt werden  

Ohne lange um den heißen Brei herumreden zu wollen, waren die Ergebnisse sehr durchwachsen. Besonders irritiert hat mich ein Produkt eines amerikanischen Herstellers hinsichtlich der beworbenen Erkennungsmöglichkeiten und den tatsächlich erkannten Samples. Ich muss zugeben, dass sich die Produktbeschreibung wirklich gut anhört: Small footprint des Agents, geringe Systemauslastung, machine learning zur Erkennung von völlig neuer und unbekannter Malware usw. Wenn ein Hersteller mit machine learning oder deep learning wirbt, dann erwarte ich, dass auch relativ simpel manipulierte Malware oder Ransomware problemlos erkannt werden, denn das gibt die Technik tatsächlich her, wenn sie richtig implentiert ist. Erschreckend war aber speziell in diesem einen Fall, dass manipulierte Malware-Samples weder erkannt noch in der Ausführung gestoppt wurden. Mehr noch: der vom Hersteller versprochene Remediation-Mechanismus für verschlüsselte Dateien, die durch nicht erkannte Ransomware entstanden sind, hat bei mir schlicht und ergreifend nicht funktioniert. Einen Fehler in der Konfiguration der Software schließe ich aus, weil ich die vom Hersteller empfohlene default policy verwendet habe. Noch krasser wird das ganze, wenn man sich die Reviews für das Produkt bei Gartner peer review (Registrierung erforderlich) anschaut und die Bewertungen durchliest, denn die basieren meiner Meinung nicht auf selbst durchgeführten Tests. Wer glaubt, dass ein gutes Endpoint Protection-Produkt schon alleine deshalb super ist, weil es drei Tage alte Malware-Samples erkennt, der sollte sich ernsthaft die Frage stellen, ob er auf das richtige Pferd gesetzt hat.

Last but not least möchte ich in diesem Kontext nicht unerwähnt lassen, dass dieses augenscheinlich hervorragende Produkt auf anderen Webseiten ganz anders abgeschnitten hat und bewertet wurde, und zwar im Bereich der negativen Leistung.

Warum schreibe ich das nun alles? Ganz einfach: Verlassen Sie sich niemals auf vollmundiges Marketing-Blabla von Herstellern von AV-Software, sondern testen Sie Produkte im Endpoint Security-Umfeld intensiv und selbst auf Herz und Nieren, bevor sie im Unternehmen eingeführt werden. Gerne berate und unterstütze ich Sie diesbezüglich auch mit meinem Know How.

Produktankündigung: Niwalker MiniMax MM18JR/MM72 2xXHP70.2 1xXHP35HI 10000 ANSI-Lumen max.

Pünktlich zum neuen Jahr gibt es ein weiteres Highlight im Niwalker-Produktportfolio, und zwar die Niwalker MM18JR/MM72. Obgleich man vom Namen her darauf schließen könnte, dass die MM18JR der kleinere Bruder der Hammer-Taschenlampe Niwalker MM18III ist, würde das nicht zutreffen, denn die Niwalker MM18JR/MM72 ist ein eigenständiges Modell. Sicher gibt es gewisse Ähnlichkeiten, aber die Unterschiede liegen im Detail. Ebenso wie die MM18III verfügt die MM18JR/MM72 über mehrere LEDs, allerdings sind es hier nur drei statt vier. Dafür bietet die Niwalker MM18JR zwei XHP70.2-LEDs, während hingegen bei der MM18III noch XHP70-LEDs verbaut wurden. Die Reichweite ist mit ca. 850 Meter etwas höher als bei der MM18III, was der Tatsache geschuldet ist, dass die Niwalker MM18JR satte 730000(!) Lux liefert.

niwalker_nova_mm72_1

niwalker_nova_mm72_3

niwalker_nova_mm72_2

niwalker_nova_mm72_4

Beim User Interface (UI) gibt es ebenfalls neues zu vermelden, denn bei der Niwalker MM72 kommt ebenso wie bei der Niwalker BK-FA30S der sog. Triple Clicky zum Einsatz. Ein Highlight dieses neuen UI sind die beiden äußeren Seitenschalter, auf denen sich jeweils ein beliebiger Leuchtmodus speichern lässt – ein Klick auf den jeweiligen Seitenschalter aktiviert dann sofort diesen Modus. Analog zur MM18III ist auch die neue Niwalker MM18JR/72 eine echte High End-Taschenlampe mit einem Lampenkopfdesign, das diese leistungsfähige Taschenlampe zu einer eierlegenden Wollmilchsau macht und sie mit max. 10000 ANSI-Lumen auch auf die vorderen Plätze katapultiert, wenn es um brachiale Helligkeit geht. Flood und Throw lassen sich auch bei der Niwalker MM18JR/72 perfekt miteinander kombinieren, so dass auch diese Premiumlampe den nahen und mittleren Bereich sowie die Ferne abdeckt.

Sieben gut abgestufte reguläre Leuchtmodi runden den guten Eindruck perfekt ab. Ein Review zur Niwalker MM18JR erscheint nach Produktverfügbarkeit.

niwalker_nova_mm72_5

niwalker_nova_mm72_6

Bezugsquelle

Die Niwalker MM18JR/MM72 ist voraussichtlich ab Ende KW2 im MSITC Shop lieferbar, Vorbestellungen sind möglich.

Produktankündigung: Niwalker BK-FA30S XHP35 HI 2200 ANSI-Lumen max. 650.000(!) Lux

Mit der neuen Black Light Vostro BK-FA30S bringt Niwalker einen mehr als würdigen Nachfolger für das Erfolgsmodell Niwalker BK-FA09S auf den Markt. Die BK-FA09S hatte sich bereits einen Ruf als exzellenter Thrower erworben, dessen Leistung mit 550.000 Lux und einer Reichweite von ca. 1500 Meter im wahrsten Sinne des Wortes schon sehenswert war. Mit der neuen BK-FA30S hat sich Niwalker jedoch selbst übertroffen, denn mit sage und schreibe 650.000(!) Lux und nunmehr 1600 Meter Reichweite setzt sich dieser neue Ultra Thrower abermals an die Spitze und bietet Leistung pur. Mit diesem Luxwert ist die Black Light Vostro BK-FA30S einer der leistungsstärksten Serienthrower (Stand: Januar 2018) und bietet eine Reichweite, die sich gewaschen hat.

niwalker_bk-fa30s_1

niwalker_bk-fa30s_2

Doch nicht nur bei der Performance hat Niwalker nachgelegt, sondern auch beim User Interface: Die Niwalker BK-FA30S verfügt nun über drei Seitenschalter (Triple Clicky), über die sich die Lampe bedienen lässt. Als Besonderheit lassen sich Leuchtmodi auf den beiden äußeren Seitenschaltern speichern, was den schnellen Zugriff auf häufig benötigte Leuchtmodi ermöglicht. Da Niwalker der BK-FA30S nun einen weiteren Leuchtmodus spendiert hat, kann z.B. der Low Mode auf den linken Seitenschalter und der High Mode auf den rechten Seitenschalter gelegt werden. Das Preis-/Leistungsverhältnis darf mit Fug und Recht als exzellent bezeichnet werden; adäquate Thrower kosten deutlich mehr. Mit der Niwalker Black Light Vostro BK-FA30S bleibt auch auf große Entfernungen nichts mehr unentdeckt.

niwalker_bk-fa30s_3

niwalker_bk-fa30s_4

niwalker_bk-fa30s_6

Die neue Niwalker Black Light Vostro BK-FA30S ist voraussichtlich ab KW1/KW2 im MSITC Shop lieferbar.

Kurzvorstellung: Webroot SecureAnywhere, Teil 1

In letzter Zeit bin ich häufiger über Webroot SecureAnywhere gestolpert, und da ich es bislang eher als Vertreter der Kategorie Legacy AV/signaturbasierter AV-Scanner auf dem Radar hatte, habe ich diesem Produkt ehrlich gesagt keine große Bedeutung beigemessen, da mein Schwerpunkt auf signaturenloser Next Generation AV-Software wie SparkCognition DeepArmor liegt. Nachdem ich mich allerdings in das Funktionsprinzip von Webroot SecureAnywhere eingelesen hatte, ist mein Interesse nun doch erwacht, denn Webroot SecureAnywhere (oder abgekürzt WSA) bietet einige interessante Merkmale, die ich so von anderen Anti-Malware-Produkten nicht kenne.

Um mir selbst ein Bild von WSA zu machen, habe ich eine virtuelle Maschine damit bestückt und die große Malwareschatzkiste geöffnet, um zu sehen, wie gut Webroot SecureAnywhere damit umgehen kann.

Einführung

Nun, um der Wahrheit die Ehre zu geben, sind für Dinge wie Phishing-Schutz oder ein Webfilter, der vor dem Besuch von infizierten Webseiten schützen soll, kein Alleinstellungsmerkmal mehr und für mich persönlich auch unwichtig. Damit möchte ich diese sicher nicht unwichtigen Funktionen keinesfalls in Abrede stellen, denn der “normale” Anwender ist eben in der Regel nun mal kein IT Security-Experte, der in der Lage ist, diese Art von Bedrohungen im Schlaf zu erkennen. Ich für meinen Teil lege allerdings mehr Wert auf die Erkennung von Malware jeglicher Coleur, um im privaten Bereich und im geschäftlichen Bereich ein Höchstmaß an Endgerätesicherheit zu erzielen. Dazu gehört für mich Ransomware als größter Bedrohungsfaktor, dicht gefolgt von Banking-Trojanern oder sehr gut getarnter Malware, die von konventionellen Virenscannern nicht erkannt und geblockt werden.

Ich erspare mir an dieser Stelle eine vollständige Aufzählung aller Produktmerkmale und Features und verweise stattdessen auf die Übersicht auf der deutschen Webroot-Homepage. Das dort gesagte gilt mehr oder weniger auch für die Homeversion von Webroot SecureAnywhere für Privatkunden.

Was ist Webroot SecureAnywhere und wie unterscheidet es sich von anderen AV-Produkten?

Hier möchte ich direkt auf den Punkt kommen und die wesentlichen Merkmale erwähnen, die WSA aus meiner Sicht ziemlich interessant machen und in denen sich SecureAnywhere von Mitwerberprodukten unterscheidet:

  • Webroot SecureAnywhere kommt ohne Signaturen aus und greift auf einen Mix aus Verhaltensanalyse (Behavior Analysis), aktuellen Bedrohungsdaten in Echtzeit aus der Cloud (Webroot Intelligence Network) sowie machine learning zurück
  • Der SecureAnywhere Agent ist im Vergleich mit anderer AV-Software ein echter Winzling, was sich in der Größe des Agents (nur 750 KB!) und dem geringen Ressourcenverbrauch niederschlägt
  • Für den Fall, dass Ransomware tatsächlich einmal nicht erkannt werden sollte, steht eine Rollback-Funktion zur Verfügung, die verschlüsselte Dateien in den Ursprungszustand versetzen kann (Journaling)

Was WSA sonst noch zu bieten hat, kann hier nachgelesen werden.

Wie schlägt sich Webroot SecureAnywhere im praktischen Einsatz?

Ich möchte darauf hinweisen, dass es sich hier um eine Kurzvorstellung und nicht um einen vollständigen Produkttest handelt. Aus diesem Grund habe ich zunächst die üblichen Verdächtigen getestet, wie beispielsweise die Ransomware-Samples von testmyav.com. Hier hat WSA schon mal ordentliche Ergebnisse abgeliefert, denn alle 50 Ransomware-Samples wurden erkannt und eliminiert. Auch mit mpress modifizierte Samples wurden erkannt und abgeräumt, was insofern erwähnenswert ist, weil signaturbasierte Scanner mit der Erkennung von modifizierten Samples des öfteren Probleme haben.

image

Die Systemauslastung hielt sich während dem Scan der Samples in Grenzen und erreichte zu keinem Zeitpunkt einen Auslastungsgrad zwischen 50-100%, wie es bei anderen Lösungen durchaus vorkommen kann.

image

Damit möchte ich es für heute gut sein lassen, mehr folgt dann in Teil 2 meiner Kurzvorstellung.

Review: Niwalker Nova MM18III 2xXHP70 2xXHP35HI 12000 ANSI-Lumen max.

   

Einführung

Was lange währt, wird endlich gut – dieses Motto trifft auf die Niwalker MM18III sicherlich zu, aber dafür gibt es auch gute Gründe. Auf diese will ich an dieser Stelle jedoch nicht vertieft eingehen, es ist ausreichend, wenn ich sage, dass die Entwicklung der MM18III einiges an monetären und zeitlichen Ressourcen verschlungen hat, denn so eine Taschenlampe entwickelt man nicht mal eben nebenbei. Wer daran zweifelt, der möge sich gerne einmal (Stand Novemver 2017) auf dem Taschenlampenmarkt umsehen und sich dann fragen, weshalb Niwalker momentan meines Wissens nach der einzige Hersteller ist, der eine derartige Taschenlampe im Angebot hat.

MSITC Shop Review Niwalker Nova MM18III 12000 ANSI-Lumen max.

Eines möchte ich an dieser Stelle gleich vorweg nehmen: Die Niwalker Nova MM18III ist auf ihre Art schlichtweg fantastisch, und der immense Entwicklungsaufwand hat sich meines Erachtens definitiv gelohnt. Wer nun hofft, dass die Niwalker MM18III aktuelle Lumenkracher wie die MSITC Acebeam X80 oder eine Imalent X32 toppt, den muss ich an dieser Stelle eines besseren belehren – die Niwalker Nova MM18III ist kein weiterer Brachialfluter, sondern eine völlig eigenständige Taschenlampe mit einem ziemlich einzigartigen Design hinsichtlich der Leuchtcharakteristik und des Bedienkonzepts. Bereits mit der ersten Ausgabe der MM18 hat Niwalker unter Beweis gestellt, dass sich auch abseits der ausgetretenen Pfade innovative Taschenlampen produzieren lassen, und daran hat sich bei der MM18 auch in der dritten Revision bis heute nichts geändert, außer, dass sich die Lampe auf dem Stand der Technik befindet – dazu aber gleich noch mehr.
 

What´s new?

Für all jene, die schon mal eine MM18 ihr eigen nannten oder das wichtigste gleich vorab lesen wollen, habe ich nachfolgend die wichtigsten Neuerungen gegenüber vorherherigen Modellen zusammengefasst:

– Aktuelle LEDs: 2 x XHP70 (Flood) und 2 x XHP35 HI (Throw)
– Laden von Akkus in der Lampe möglich
– Powerbank-Funktion
– 245.000 Lux mit 2 x XHP70 (diese Angabe stammt aus dem Manual der XHP70, allerdings glaube ich, dass Niwalker sich da vertan hat – das ist aber gerade noch in Klärung)
– 168.000 Lux mit 2 x XHP35 HI
– Reichweitensteigerung von 400 Meter auf 800 Meter

Wer sich nun die Frage stellt, warum keine XHP70.2-LEDs verwendet werden: Kein Hersteller wird langwierige Tests während der Entwicklungsphase mit LED A durchführen und dann kurz vor der Produktfreigabe auf LED B umswitchen, denn dann müsste zum einen der komplette Testzyklus erneut durchlaufen und zum anderen im worst case die Hardware (Reflektor) wieder angepasst werden. Ansonsten mag es vielleicht für den einen oder anderen auch interessant sein, die Evolutionsstufen der Niwalker MM18III verfolgen zu können; aus diesem Grund verlinke ich nachfolgend meine älteren Reviews zu den Vorgängern sowie die Vorgänger bzw. Prototypen im direkten Vergleich mit der Niwalker Nova MM18III:

https://www.helle-taschenlampen.de/threads/final-prototype-niwalker-nova-mm18-5000-lumen-max.296/

https://www.helle-taschenlampen.de/threads/quick-review-niwalker-nova-mm18iii-prototype-10000-lumen-max.399/

Verpackung und Zubehör

Die Niwalker Nova MM18III wird in einer Art Aufbewahrungstasche ausgeliefert, in der sich auch das mitgelieferte Zubehör befindet: 

  • Bedienungsanleitung in deutsch und englisch
  • Haltegriff
  • Lanyard
  • Inbus-Schlüssel
  • Holster/Aufbewahrungstasche
  • Ersatz-O-Ring
  • USB-Kabel

MSITC Shop Review Niwalker Nova MM18III 12000 ANSI-Lumen max.

MSITC Shop Review Niwalker Nova MM18III 12000 ANSI-Lumen max.

MSITC Shop Review Niwalker Nova MM18III 12000 ANSI-Lumen max.

MSITC Shop Review Niwalker Nova MM18III 12000 ANSI-Lumen max.

Erster Eindruck

Ja, was soll ich sagen? Aus meiner Sicht wird die MM18 von Iteration zu Iteration schicker. Da das Design nicht grundsätzlich neu ist, möchte ich dazu nicht allzuviel Worte verlieren: Die Anordnung der Schalter hat sich geändert und eine Ladebuchse ist dazugekommen. Natürlich kann auch die Niwalker MM18III wieder mit und ohne Griff betrieben werden. Im Vergleich zu vorherigen Versionen ist die Niwalker Nova MM18III etwas bauchiger geworden, sie liegt aber nichtsdestotrotz meines Erachtens immer noch gut in der Hand, da durch die Akkus die Balance ausgeglichen ist.

MSITC Shop Review Niwalker Nova MM18III 12000 ANSI-Lumen max.

MSITC Shop Review Niwalker Nova MM18III 12000 ANSI-Lumen max.

MSITC Shop Review Niwalker Nova MM18III 12000 ANSI-Lumen max.

MSITC Shop Review Niwalker Nova MM18III 12000 ANSI-Lumen max.

MSITC Shop Review Niwalker Nova MM18III 12000 ANSI-Lumen max.

Genauso wie bei der Nova MM25MB gibt es auch bei der Niwalker Nova MM18III einen temperaturgesteuerten fallback, d.h. abhängig von verschiedenen Faktoren wie Umgebungstemperatur usw. dauert es länger oder kürzer, bis eine Betriebstemperatur erreicht wird, die ein Herunterschalten von Turbo auf Level 5 erzwingt. Im Gegensatz zu ähnlichen Taschenlampen funktioniert das aber nicht zeitgesteuert nach kurzer Zeit (60-90 Sekunden), sondern wirklich erst nach mehreren Minuten.

Ich persönlich kenne nach wie vor keine Taschenlampe mit jeweils zwei unterschiedlichen LED-Paaren, die sowohl die Ferne als auch den nahen und mittleren Bereich abdecken, von daher kann man das durchaus als Alleinstellungsmerkmal der MM18III bezeichnen. Auch die Tatsache, dass beide LED-Paare unabhängig voneinander aktiviert und gesteuert werden können, ermöglicht Leuchtkombinationen, die in dieser Form bei anderen Taschenlampen nicht möglich sind. Dass die Niwalker Nova MM18III nun zusätzlich noch über eine Powerbank-Funktion verfügt, über die externe Devices wie Smartphones geladen werden können, rundet den guten Eindruck ab.

MSITC Shop Review Niwalker Nova MM18III 12000 ANSI-Lumen max.

MSITC Shop Review Niwalker Nova MM18III 12000 ANSI-Lumen max.

Verarbeitung

Die Nova MM18III bewegt sich ganz klar auf dem High End-Niveau, das man von Niwalker erwartet. Ich habe nichts an meinem Review-Exemplar entdeckt, das zu Unmut führen könnte. Die Seitenschalter sind etwas erhöht und lassen sich deshalb auch mit Handschuhen problemlos bedienen, das Gewinde ist sauber geschnitten und läuft rund, ohne Geräusche von sich zu geben. Alle vier LEDs sind sauber zentriert.

MSITC Shop Review Niwalker Nova MM18III 12000 ANSI-Lumen max.

MSITC Shop Review Niwalker Nova MM18III 12000 ANSI-Lumen max.

MSITC Shop Review Niwalker Nova MM18III 12000 ANSI-Lumen max.

MSITC Shop Review Niwalker Nova MM18III 12000 ANSI-Lumen max.

MSITC Shop Review Niwalker Nova MM18III 12000 ANSI-Lumen max.

MSITC Shop Review Niwalker Nova MM18III 12000 ANSI-Lumen max.

Größenvergleich

Der obligatorische Größenvergleich mit meinen Referenzlampen Niwalker Nova MM15MB und Lumapower STRIVE RX darf natürlich nicht fehlen. Außerdem gibt es auch dieses Mal aus historischen Gründen noch einen Größenvergleich mit Vorgängern/Prototypen aus der MM18-Familie.

MSITC Shop Review Niwalker Nova MM18III 12000 ANSI-Lumen max.

Von links nach rechts: Niwalker Nova MM18III, Lumapower STRIVE RX und Niwalker Nova MM15MB



MSITC Shop Review Niwalker Nova MM18III 12000 ANSI-Lumen max.

Von links nach rechts: Niwalker Nova MM18III, Prototyp MM18III, Prototyp MM18II und Prototyp MM18I

Wie ich bereits in meinem Review zur Niwalker Nova MM25MB angekündigt hatte, gibt es zukünftig auf vielfachen Kundenwunsch auch noch einen Größenvergleich mit Messern der Marke Harnds, die bei uns im Shop erhältlich sind. Auf den Fotos ist das Modell Harnds Black Mamba zu sehen:

MSITC Shop Review Niwalker Nova MM18III 12000 ANSI-Lumen max.

MSITC Shop Review Niwalker Nova MM18III 12000 ANSI-Lumen max.

MSITC Shop Review Niwalker Nova MM18III 12000 ANSI-Lumen max.

MSITC Shop Review Niwalker Nova MM18III 12000 ANSI-Lumen max.

MSITC Shop Review Niwalker Nova MM18III 12000 ANSI-Lumen max.

MSITC Shop Review Niwalker Nova MM18III 12000 ANSI-Lumen max.

Akkuempfehlung

Ich habe mir vorgenommen, diesen Abschnitt in Zukunft immer in meinen Reviews unterzubringen, vor allem bei High End-Taschenlampen. Um es abzukürzen: Regelmäßig bekomme ich Anfragen von Kunden, die sich eine hochwertige Taschenlampe gegönnt haben und sich dann wundern, weshalb diese mit No-Name-Akkus von eBay für 1,50 Euro nicht richtig oder gar nicht funktioniert. Nicht umsonst weise ich regelmäßig darauf hin, dass eine High End-Taschenlampe wie die Niwalker Nova MM18III auch eine adäquate Energieversorgung benötigt – ich komme ja auch nicht auf die Idee, mein Auto mit Rapsöl zu betanken und mich dann zu wundern, dass es nicht die vom Hersteller versprochene Höchstleistung erreicht…

Im Ernst: Kommen Sie bitte nicht auf die Idee, eine Taschenlampe wie die Niwalker Nova MM18III mit aufgefrischten ehemaligen Laptop-Akkus mit sagenhaften 5000 mAh Kapazität (als Beispiel) zu betreiben, nur weil diese auf eBay für wenige Euro erhältlich sind, denn das wird jämmerlich in die Hose gehen! Ich spreche hier aus Erfahrung und empfehle unseren Kunden deshalb die von uns vertriebenen Marken Soshine und Shockli, denn diese sind praxiserprobt (vor allem auch im Zusammenspiel mit Niwalker-Taschenlampen!) und spielen qualitativ ganz vorne mit. Von meiner sonst üblichen Empfehlung, wenn es um geschützte und qualitativ hochwertige und leistungsfähige Lithium-Ionen-Akkus geht, weiche ich an an dieser Stelle ausnahmsweise ab.

Der Grund dafür ist der, dass sich herausgestellt hat, dass die MM18III im Turbo Mode nach einer Sekunde ausgeht, wenn geschützte Lithium-Ionen-Akkus (in diesem Fall waren es Soshine 18650 3600 mAh) zum Einsatz kommen. Niwalker hat zwar darauf hingewiesen, dass ungeschützte Lithium-Ionen-Akkus problemlos verwendet können, weil die Nova MM18III über eine integrierte Schutzelektronik verfügt, aber dieser Empfehlung möchte ich mich nicht anschließen, weil ich persönlich niemals ungeschützte Lithium-Ionen-Akkus einsetzen würde und dies auch unseren Kunden nicht empfehle.

Schlussendlich muss natürlich jeder selbst entscheiden, mit welchen Akkus er eine Taschenlampe vom Kaliber einer Niwalker Nova MM18III befeuern möchte. Ich spreche an dieser Stelle jedoch eine klare Empfehlung für unsere Shockli IMR 18650 3100 mAh-Akkus aus, um die Performance der Niwalker Nova MM18III voll auszureizen. Während meiner ganzen Tests lief die MM18III damit einwandfrei und ohne Probleme, auch im Turbo Mode.

MSITC Shop Review Niwalker Nova MM18III 12000 ANSI-Lumen max.

Abschließend möchte ich noch auf einen Beitrag von mir verweisen, der zwar schon etwas älter ist, aber nach wie vor nichts von seiner Aktualität verloren hat. Wichtig: Meine Empfehlung bedeutet nicht, dass die Niwalker Nova MM18III nur mit Akkus der von mir empfohlenen Marke Shockli funktioniert – es gibt natürlich auch zahlreiche andere Marken, die ebenfalls kompatibel zur MM18III sind. Wenn ich aber eine Empfehlung ausspreche, dann basiert diese auf Praxiserfahrungen und meinen eigenen Tests.

Hinzu kommt, dass ich regelmäßig Anfragen wie “Funktioniert XYZ auch mit den Akkus von ABC?” erhalte. Da es völlig utopisch ist, alle Taschenlampen in unserem Portfolio mit sämtlichen erhältlichen Marken zu testen, kann ich solche Fragen natürlich unmöglich zufriedenstellend beantworten.

User Interface (UI)

Für die Nova MM18III hat Niwalker das UI der MM18II etwas modifiziert. Das kann man gut finden oder auch nicht; aus meiner Sicht sind die Änderungen wenig spektakulär und betreffen hauptsächlich den Turbo Mode, der nun über die Momentlichtfunktion des jeweiligen Seitenschalters aktiviert und mit einem zweiten Klick auf den Seitenschalter arretiert wird. Die Niwalker Nova MM18III kennt insgesamt fünf reguläre Leuchtmodi (Level 1-5) plus einen Turbo Mode sowie drei Blinkmodi (Strobe, SOS und Beacon).

Ein- und ausgeschaltet wird die Lampe über den jeweiligen Seitenschalter am Lampenkopf. Beide Seitenschalter funktionieren unabhängig voneinander, können aber auch dazu verwendet werden, verschiedene Leuchtmodi miteinander zu kombinieren.

MSITC Shop Review Niwalker Nova MM18III 12000 ANSI-Lumen max.


1. Die einzelnen Leuchtmodi werden von Low bis High durchgeschaltet, indem der Seitenschalter gedrückt gehalten wird
2. Ist der gewünschte Leuchtmodus erreicht, wird der Seitenschalter losgelassen
3. Im ausgeschalteten Zustand kann durch einen kurzen Klick auf den Seitenschalter Momentlicht (Turbo Mode) erzeugt werden
4. SOS, Strobe und Beacon können jeweils durch einen schnellen Doppelklick auf den Seitenschalter der Reihe nach aktiviert werden, wenn die Lampe eingeschaltet ist

Der Turbo Mode wird wie folgt aktiviert:

1.    Im ausgeschalteten Zustand Seitenschalter für Momentlicht drücken
2.    Innerhalb von drei Sekunden erneut den Seitenschalter drücken, um den Turbo Mode zu fixieren

Um zu verhindern, dass die Niwalker Nova MM18III beim Transport in einer Tasche versehentlich eingeschaltet wird, ist sie mit einem Lockout Mode ausgestattet. Dieser wird durch einen schnellen Dreifachklick im ausgeschalteten Zustand auf den Seitenschalter aktiviert. Der Lockout lässt sich durch einen erneuten Dreifachklick auf den Seitenschalter wieder deaktivieren.

Spannungsindikator/Akkukontrolle

Darüber hinaus verfügt die Nova MM18III noch über eine Akkustatus-Anzeige. Die Seitenschalter leuchten grün, wenn die Akkus vollständig geladen sind (16,8V). Sobald die Spannung unter 12V fällt, leuchten die Schalter rot. Generell ist es aus meiner Sicht kein Fehler (vor allem für Besitzer von mehrzelligen Taschenlampen!), neben der integrierten Lademöglichkeit noch ein externes Ladegerät mit LC-Display zu verwenden, um regelmäßig den Akkustatus kontrollieren zu können. Ich persönlich bin der Meinung, dass dies einem die eigene Sicherheit wert sein sollte, denn High End-Kaliber wie die Niwalker Nova MM18III sind nun mal kein Kinderspielzeug und bedürfen auch einer regelmäßigen Kontrolle der verwendeten Betriebsmittel – in diesem Fall sind es eben die Akkus.

MSITC Shop Review Niwalker Nova MM18III 12000 ANSI-Lumen max.

Laufzeiten und Lumen

Die Niwalker Nova MM18III verfügt über fünf reguläre Leuchtmodi sowie Strobe, Beacon und SOS, die versteckt untergebracht sind. Alle Angaben beziehen sich immer auf den paarweisen Output und basieren auf ANSI-Lumen.

       

1) XHP35HI
 

Level 1: 22 Lumen/103h
Level 2: 360 Lumen/10h
Level 3: 720 Lumen/4,5h
Level 4: 1300 Lumen/2h
Level 5: 1800 Lumen/1h
Level 6: 4300 Lumen/1h


2) XHP70

Level 1: 45 Lumen/310h
Level 2: 470 Lumen/31h
Level 3: 920 Lumen/7,5h
Level 4: 1820 Lumen/2,5h
Level 5: 2500 Lumen/1h
Level 6: 7500 Lumen/1h

3) Kombiniert

Level 1: 68 Lumen/103h
Level 2: 820 Lumen/7,5h
Level 3: 1600 Lumen/3h
Level 4: 3100 Lumen/1h 10m
Level 5: 4260 Lumen/1h
Level 6: 12000 Lumen/1h

Sobald die Lampe im Turbo Mode (Level 6) zu heiß wird, schlägt die Temperaturkontrolle zu und schaltet automatisch auf Level 5 herunter, um eine Überhitzung der Lampe zu vermeiden.

Leuchtcharakteristik

Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Die Leuchtcharakteristik der Niwalker MM18III ist Stand Dezember 2017 wie auch bei den Vorgängern nach wie vor ziemlich einzigartig. Ich hatte eingangs erwähnt, dass mir keine andere Taschenlampe bekannt ist, die einen ähnlichen Beam wie die MM18III erzeugen kann. Hier hat Niwalker glücklicherweise an einem bewährten Konzept festgehalten und aus meiner Sicht abermals ein echtes Prachtstück auf den Markt gebracht. Die Niwalker Nova MM18III kann ihr Vorteile vor allem dort ausspielen, wo breitflächige und weitreichende Ausleuchtung gefragt sind, und dafür gibt es viele Einsatzbereiche. Sicher gibt es als reine Fluter Taschenlampen wie die ebenfalls sehr gute MSITC Acebeam X80, die aber von vornherein als kompromisslose Flooder ausgelegt sind und deshalb nicht für hohe Reichweiten gedacht sind. Das ist für die MM18III hingegen kein Problem: Einfach die XHP35HI-LEDs aktivieren und schon hat man laut Hersteller eine Reichweite von ca. 800 Meter, bei Verwendung der flutigen XHP70-LEDs sind es 268 Meter.

Aus den o.g. Gründen ist die Niwalker MM18III auch nicht als Konkurrent zu Taschenlampen mit deutlich mehr Lumen zu sehen. Das Konzept der MM18III sah von Anfang an nicht vor, stets noch eine Schippe draufzulegen, sondern einen praxisorientierten Allrounder zu entwickeln, und das ist Niwalker meines Erachtens zweifelsohne gelungen. Ich hoffe, dass man im Outdoor-Video die Unterschiede bei der Verwendung von einzelnen und kombinierten Leuchtmodi erkennen kann.

MSITC Shop Review Niwalker Nova MM18III 12000 ANSI-Lumen max.

MSITC Shop Review Niwalker Nova MM18III 12000 ANSI-Lumen max.

XHP35HI: Oben Level 2, unten Turbo Mode

MSITC Shop Review Niwalker Nova MM18III 12000 ANSI-Lumen max.

MSITC Shop Review Niwalker Nova MM18III 12000 ANSI-Lumen max.

XHP70: Oben Level 2, unten Turbo Mode

Technische Details

      

  • CREE XHP70 (2x), CREE XHP35 HI (2x)
  • Beschlagfreie ultraklare und kratzfeste Linse
  • Anodisierung nach HA Type III
  • Mode Memory
  • Stativgewinde
  • Powerbank-Funktion
  • Integrierte Lademöglichkeit für Akkus
  • Neu entwickelte Elektronik für ein Maximum an Laufzeit und Helligkeit
  • Lampenkörper aus strapazierfähigem Flugzeugaluminium
  • Verstärkte ultraklare Linse mit doppelseitiger Antireflex-Beschichtung
  • Energieversorgung: 4 x 18650-Akku
  • Temperaturregelung
  • Peak beam intensity: 270.000 Lux (2xXHP70), 169.000 Lux (2xXHP35 HI)
  • Wasserdicht nach IPX-7
  • Sechs Leuchtstufen, die über die Seitenschalter ausgewählt werden
  • Länge: 17,75 cm
  • Durchmesser Batterierohr: 5,65 cm
  • Durchmesser Lampenkopf: 7,6 cm
  • Gewicht: ca. 700 Gramm (ohne Akkus)
  • Reichweite: ca. 800 Meter   
     

Video

Ein Video aus unserer Serie Helle Taschenlampen@Night zeigt die Niwalker Nova MM18III beim nächtlichen Einsatz:


Nightly video review Niwalker Nova MM18III

Beamshots

Auf Beamshots habe ich dieses Mal verzichtet, weil man die Leuchtcharakteristik im Outdoor-Video gut erkennen kann.

Fazit

Mit der Nova MM18III hat Niwalker einen praxisorientierten Allrounder released, der eine gelungene Mischung aus Flood und Throw bietet und mit maximal 12000 ANSI-Lumen keine Wünsche offen lässt. Die MM18III ist mit Sicherheit keine EDC-Taschlampe, sondern bringt schon was auf die Waage – dafür erhält man aber auch Leistung pur, die sich sehen lassen kann. Ebenso wie die anderen Niwalker-Modelle bewegt sich die neue Nova MM18III im High End-Bereich, was sich an der Verarbeitung und der Qualität widerspiegelt. Mit ihrer Reichweite von ca. 800 Metern, verbunden mit einer breitflächigen und/oder weitreichenden Ausleuchtung, ist die Niwalker Nova MM18III vielseitig einsetzbar. Egal, ob für die Jagd, bei Rettungskräften, im polizeilichen Einsatz oder sonstige Outdoor-Anwendungen: Die Niwalker Nova MM18III wird diesen Anforderungen gerecht und bietet darüber hinaus für die gebotenen Features (2-in-1) ein angemessenes Preis-/Leistungsverhältnis.

MSITC Shop Review Niwalker Nova MM18III 12000 ANSI-Lumen max.

Gleichwohl ist es wie oben bereits erwähnt sehr wichtig, adäquate Akkus zu verwenden, denn andernfalls wird man an der MM18III keine Freude haben. Billigakkus sorgen dann lediglich dafür, dass die Lampe entweder gar nicht erst leuchtet, weil die Akkus nicht genügend Strom liefern können, oder einzelne Level wie der Turbo Mode funktionieren nur teilweise oder auch gar nicht, was dann aber kein Problem der Lampe, sondern den Akkus geschuldet ist. Last but least ist die Niwalker Nova MM18III auch eine echte Bereichung für jede ernsthafte Taschenlampen-Sammlung, den Stand Dezember 2017 ist laut Hersteller noch völlig unklar, ob und wann es überhaupt eine zweite Charge geben wird – aktuell gibt es weltweit nur 300 MM18III, was diese Lampe zu einem echten Highlight für jeden Sammler macht.

Bezugsquellen

Die Niwalker Nova MM18III ist ab sofort in geringen Stückzahlen in folgenden Shops verfügbar:

https://www.msitc-shop.com/taschenlampen/niwalker-mm18iii-2-x-xhp-70-2-x-xhp35-hi-12000-ansi-lumen-max/a-971/

https://www.taschenlampen-shop.com/taschenlampen/niwalker/73/niwalker-mm18iii-2-x-xhp-70-2-x-xhp35-hi-12000-ansi-lumen-max.?c=8

Threema im Vergleich mit WhatsApp

Ich gebe zu, dass ich WhatsApp-Verweigerer bin – die Gründe dafür werde ich gerne mal in einem anderen Artikel darlegen. Nach dem ganzen “Wow, WhatsApp verschlüsselt ab sofort durchgängig!”-Hype in den letzten Tagen habe ich einen lesenswerten Vergleich zwischen Threema (mein bevorzugter Messenger) und WhatsApp entdeckt, den man sich unbedingt mal reinziehen sollte. Ja, der Vergleich stammt von Threema, dem Hersteller der App – deswegen ändert sich aber die Faktenlage nicht, und viele WhatsApp-Nutzer sind sich nach wie vor nicht darüber im klaren, dass ihre Metadaten eben NICHT verschlüsselt werden:

Auch Messenger-Apps, deren Betreiber in erster Linie vom Verkauf von zielgerichteter Werbung leben, bieten neuerdings eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Nachrichteninhalte an. Etwas, was Threema schon seit dem Start im Jahr 2012 standardmässig mitbringt.  

Der Verzicht auf die Inhalte, sofern die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung überhaupt korrekt implementiert ist, wird das Geschäftsmodell dieser Anbieter allerdings kaum tangieren. Es handelt sich hier um ein Scheingefecht, denn die interessantesten Daten werden nach wie vor erhoben, gesammelt, ausgewertet und aggregiert. Es geht um die sogenannten Metadaten.

Ein ernstzunehmender Schutz der Privatsphäre umfasst nicht nur die reinen Nachrichteninhalte, sondern vor allem diese Metadaten. Unter Metadaten versteht man alle bei der Kommunikation anfallenden Daten, ausser dem Nachrichteninhalt. Metadaten ermöglichen es, Nutzer eindeutig zu identifizieren, ihr Verhalten zu analysieren, ihre Freundeskreise und bevorzugten Standorte kennenzulernen und ihr Kommunikationsverhalten zu überwachen. Zusammengeführt mit Daten aus anderen Plattformen entsteht so ein umfassenderes Bild über die Person, als es die reinen Nachrichteninhalte je vermitteln können.  

Quelle: https://threema.ch/press-files/content/the-threema-advantage_de.html

Mir ist klar, dass es ein Kampf gegen Windmühlen ist, wenn man versucht, jemanden sichere Alternativen zu WhatsApp nahezubringen. Nichtsdestotrotz: Gebt die Hoffnung nicht auf und bleibt standhaft! Das kleine gallische Dorf hat es ja schließlich auch geschafft…;)